Wissen

Fiedel (1865)

Fiedel, Fiddel, Viddel, Veddel, Videller, gegenwärtig nur noch im Volksmunde lebender Name der Geige oder Violine, ursprünglich von fidicula, einem Saiteninstrument der Römer, dessen Saiten mit Stäbchen geschlagen wurden, herstammend. Obige Benennungen finden sich...

Fides (1865)

Fides, Saiten; Fidicen, ein Spieler auf Saiteninstrumenten (qui fidibus canit); Fidicinia (sc. Instrumenta), Saiteninstrumente; Fidicula (Ribecchino), eine Violine, Diskantgeige. [Dommer Musikalisches Lexicon 1865, 301]

Ficta musica (1865)

Ficta musica, eine nicht in der natürlichen Tonlage der alten diatonischen Tonarten ausgeübte, sondern auf andere Tonstufen transponierte Musik, wobei dann Versetzungszeichen selbstverständlich in Anwendung kommen mussten. Solche transponierten Tonarten hießen Toni ficti, daher...

Fes (1865)

Fes, Silbenname des fünften Tones der von C als Grundton aus gerechneten diatonisch-chromatischen Skala, entstanden aus Erniedrigung des diatonischen Tones f um einen halben Ton durch ein ♭. Auf gleichschwebend temperierten Instrumenten fällt fes...

Feldton (1865)

Feldton, die Tonart Es-Dur, weil die bei der Kriegsmusik [Feldmusik, Militärmusik] gebräuchlichen Instrumente, als Trompeten, Klarinetten, Pauken und dergleichen, meist auf diese Tonart eingerichtet sind. [Dommer Musikalisches Lexicon 1865, 300]

Fermate (1865)

Fermate, Corona, Convenientia, Signum convenientiae, ein Ruhepunkt, der im Verlauf eines Tonstückes entweder auf eine Note oder auf eine Pause fällt und die Bewegung des Taktes auf einige Zeit unterbricht, indem auf der betreffenden...

Pavana, Pavane (1732)

Pavana oder Pavane, ein sowohl in spanischer als italienischer und französischer Sprache gebräuchliches Wort, bedeutend einen spanischen gravitätischen Tanz, da die Tänzer mit sonderbaren Tritten und Setzen der Füße einer vor dem anderen ein...

Phrygisch (1802)

Phrygisch. Der Name einer der authentischen Tonarten der alten Griechen. Sie wird nach dem Plinius nebst der lydischen und dorischen Tonart für eine der ältesten gehalten, und nach dem Apulejus schickte sie sich vorzüglich...

Authentisch (1865)

Authentisch (echt oder sebstständig) nannte man die Oktavgattungen der Kirchentöne, wenn ihr Ambitus vom Grundton zur Oktave sich erstreckte. Zur Zeit des Ambrosius im 4. Jahrhundert soll man diejenigen vier Tonarten im Gebrauch gehabt...