Dur, durus (1882)

Dur (v. lat. durus, "hart"), ursprünglich der Name für das eckige, harte B (B durum nach Riemann durum), zum Unterschied von dem runden, weichen ( molle, rotundum, vgl. B); ging zunächst auf das Hexachord g-e über (cantus durus), während f-d (mit ) cantus mollis hieß (siehe Mutation), und als die modernen Tonarten aufkamen (im 17. Jahrhundert), wurde die Tonart mit der großen Terz Dur genannt, die mit der kleinen dagegen Moll; denn noch um 1618 (Prätorius' Syntagma) war es üblich, z. B. das h im G-Dur-Akkord mit einem () zu versehen, zum Zeichen, dass die große und nicht die kleine Terz gemeint war. [Riemann Musik-Lexikon 1882, 230]